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Hoher Stein: Lebensraum für Spezialisten

Der Hohe Stein ist Teil des in diesem Abschnitt schluchtartig verengten Lörmecketals, das durch den Einsturz eines vom kalklösendem Wasser der Lörmecke gebildeten Höhlensystems entstanden ist. Am Fuß der ca. 50 m hohen Klippenwand wurde eine mächtige Schutthalde aus lockerem Kalkgestein abgelagert. Der Haldenkörper weist in seinen instabilen Bereichen offenliegende Kalkschuttfelder auf, ist jedoch überwiegend von einer unterschiedlich mächtigen Feinerdedecke überlagert.

 

Kreuzblümchen

Der Hohe Stein ist nicht nur als Natur-, sondern auch als Kulturobjekt von hohem Wert, da er seinen heutigen Charakter sowohl den natürlichen Gegebenheiten dieses Sonderstandortes als auch seiner früheren Nutzung als Ziegenhude verdankt. Erst das Zusammenwirken dieser beiden Faktoren hat zur Entwicklung dieses Lebensraumes und seinen speziell angepassten Lebensgemeinschaften geführt. Zu den wesentlichen Standortfaktoren, welche das Vorkommen von Pflanzen- und Tierarten am Hohen Stein bestimmen, gehören das pflanzenverfügliche Nährstoffangebot und die Toleranz gegenüber einer Beweidung.

 

Durch den steten Nährstoffentzug als Folge der über einen langen Zeitraum währenden Hudenutzung wurden insbesondere Pflanzenarten begünstigt, die aufgrund ihrer geringen Produktivität an besser nährstoffversorgten Stellen rasch von konkurrenzstärkeren Arten verdrängt würden. Zusätzlich profitieren durch die Beweidung Arten, die aufgrund ihrer chemischen oder morphologischen Merkmale von den weidenden Tieren gemieden werden.

 

 

Pflanzen- und Tierarten

Die Weiße Schwalbenwurz ist ein typischer Kalkschutt- und Felspalten-Bewohner; ihre Blütezeit beginnt Ende Mai. Sie wird aufgrund ihres Gehaltes an giftigem Vincetoxin von den Ziegen nicht gefressen.

Die Stängellose Kratzdistel vereint gleich zwei Strategien, um einem Verbiss zu entgehen: Zum einen bildet die Pflanze eine eng auf dem Boden anliegende Blattrosette mit sitzenden Blütenköpfen aus, zum anderen sind ihre Blätter in typischer Distel- Manier stachelig bewehrt.

Die Wald-Eidechse besiedelt vor allem die offenen, sich leicht erwärmenden Kalkschuttpartien und hat hier eine größere Population aufgebaut.