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Überraschungen im Untergrund Höhlen im Lörmecketal

Die Lörmecke durchfließt den von Westen nach Osten verlaufenden Massenkalkzug. Die wasserreiche Lörmecke und der mächtige Warstein-Kallenhardter Massenkalk – das Zusammentreffen dieser Besonderheiten ist Voraussetzung für die Entstehung zahlreicher Höhlen im Tal der Lörmecke.

Schon immer waren neben dem Hohlen Stein einige kleinere Höhlen bekannt. Seit den späten 1970er Jahren setzte eine intensivere Erforschung der Lörmecketalhöhlen ein. Zahlreiche neue Höhlen wurden entdeckt, so dass man derzeit im Lörmecketal und seiner direkten Umgebung 15 Höhlen zählt – und das entlang von nur ca. 2 km Bachlauf! Besonders interessant: Die Simonhöhle, nur rund 100 Meter vom Hohlen Stein entfernt. Entdeckt wurde die Höhle schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Seit 1978 führten zahlreiche Neuentdeckungen in dieser Höhle dazu, dass die Simonhöhle mittlerweile auf 1.074 m erforscht ist – nach dem Bilstein-Höhlensystem ist die Simonhöhle somit die zweitlängste Höhle des Warstein- Kallenhardter Kalkgebietes.

Die Höhlen im Lörmecketal sind für Besucher nicht zugänglich. Höhleninteressierte können die Bilsteinhöhle bei Warstein besuchen, um einen tieferen Einblick in die unterirdische Welt der Höhlen im Warstein-Kallenhardter Massenkalk zu bekommen.

Bilder aus einer Höhle im Warstein-Kallenhardter Massenkalk.

 

 

 

Der Wasserkundliche Wanderweg wurde errichtet und unterstützt von:

Ausgangspunkt der Höhlenbildung sind die überall im Massenkalk auftretenden Felsspalten, Risse und Klüfte. Durch diese kann Wasser in den Kalksteinkörper eindringen. Im Wasser, das von außen in den Kalkstein eindringt, ist immer eine gewisse Menge Kohlensäure enthalten. Dieses kohlensaure Wasser löst den Kalkstein langsam auf, so können aus schmalen Klüften größere Höhlenräume und Gänge entstehen.

 

Die Höhlenentstehung spielt sich hauptsächlich unterhalb des Grundwasserspiegels ab. Dieser grundwassergefüllte Bereich kann trocken fallen, wenn sich die beteiligten Bäche und Flüsse tiefer in den Untergrund eingraben. So werden die Höhlen nur noch bei Hochwasser durchflossen, schließlich gar nicht mehr – sie fallen trocken.

 

In den trockenen Höhlenteilen können sich nun Tropfsteine bilden. Wasser fällt als Regen auf den Boden über der Höhle. Das kohlensäurehaltige Regenwasser versickert im Untergrund, durchfließt den Kalkstein. Dabei löst das Wasser Kalk aus dem Kalkstein. Erreicht der kalkgesättigte Wassertropfen nun einen Hohlraum, so wird der Kalk wieder ausgeschieden, Tropfsteine können entstehen. Die an der Höhlendecke hängenden Tropfsteine nennt man Stalaktiten, die am Boden stehenden Tropfsteine heißen Stalagmiten. In den Höhlen lassen sich zahlreiche weitere, oft sehr bizarre, Formen des Tropfsteins finden.